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Um Allerheiligen wird für das Schwarze Kreuz gesammelt – wo für die Spenden verwendet werden? Das Sonntagsblatt hat nachgefragt.

Wenn Menschen „Schwarzes Kreuz“ hören, denken viele an so etwas wie das „Rote Kreuz“ – was haben Sie schon alles gehört?

Ich höre einiges, wenn ich rund um Allerheiligen vor den Friedhöfen sammle – auch manchen unschönen Kommentar wie „Ich geb nix für den Krieg!“. Die Assoziation mit dem Roten Kreuz kenne ich auch – die ist ja nett, aber beides trifft nicht zu.

Was ist das Schwarze Kreuz also? Dazu ein kurzer Blick in die Geschichte: Nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges herrschte in Österreich, das durch den Vertrag von St. Germain zum Kleinstaat geschrumpft war, Hunger, große Not und vor allem Zweifel an einer positiven Zukunft.

Mehr als 16 Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren, davon über drei Million österreichisch-ungarische Soldaten – viele in der Blüte ihrer Jugend fern der Heimat gefallen.

Da die österreichisch-ungarische Armee, die sich bis dahin um Kriegsgräber gekümmert hatte, nicht mehr existierte, taten sich ehemalige Offizierskameraden zusammen und gründeten 1919 den Verein Österreichisches Schwarzes Kreuz (ÖSK).

Zwei Hauptaufgaben wurden festgelegt:

Die Hinterbliebenen von Gefallenen zu informieren, wo sich die Gräber ihrer Angehörigen befinden bzw. ob es überhaupt ein Grab gibt. Und die Pflege und Erhaltung der Kriegsgräber im In- und Ausland.

Der Vertrag von St. Germain sprach Kriegstoten nämlich ein ewiges Ruherecht zu.

Link: ÖSK gesamtes Interview Sonntagsblatt

Oberst i. R. Dieter ALLESCH ist Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes in der Steiermark. Ihm ist wichtig, dass die Menschen wissen, wofür sie spenden, wenn bei Friedhöfen zu Allerheiligen gesammelt wird.

Interview: Katharina GRAGER

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