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Gerold ORTNER verstorben †

Der frühere Landesrechnungshofdirektor, Landesamtsdirektor der Steiermark und Kurator des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, Dr. Gerold ORTNER ist in der Nacht von 6. auf 7. Juli im Alter von 87 Jahren verstorben – nach einem erfüllten Arbeits- und Privatleben.

Wer Gerold ORTNER gekannt hat, der weiß: Er war ein Mann, der Ziele eisern verfolgt hat mit dem langen Atem eines Marathonläufers, er hat nicht lockergelassen, bis ein für ihn akzeptables Ergebnis am Tisch lag.

Das galt für seine Arbeit als erster Landesrechnungshofdirektor Österreichs, ebenso aber für sein Wirken als Landesamtsdirektor.

Nach Übertritt in den Ruhestand war Gerold ORTNER als Honorarkonsul der Republik Polen hoch aktiv.

Gleichzeitig hat er als Kurator des Österreichischen Schwarzen Kreuzes sein Netzwerk zur Erhaltung bzw. Revitalisierung dutzender Soldatenfriedhöfe im ehemaligen Westgalizien erfolgreich eingesetzt.
Seine Gattin STEFFI war ihm eine wertvolle Stütze, hat sie doch die polnische Sprache erlernt, um seine ehrenamtliche Tätigkeit zu unterstützen.  Man darf hier mit Fug und Recht von einem „Dreamteam“ sprechen.

Gerold ORTNER trat 1963 als Mitarbeiter des Büros von Landeshauptmann Josef KRAINER sen. in den Landesdienst ein und wurde ab Dezember 1971 Büroleiter von Landeshauptmann Friedrich NIEDERL.

Ab 1976 leitete ORTNER die Kontrollabteilung des Landes Steiermark, wo er einige für die Hoheitsverwaltung bahnbrechende Neuerungen durchgesetzt hat. Ganz neu – für ganz Österreich – war die Schaffung eines unabhängigen Landesrechnungshofs. 1982 war Gerold ORTNER Mitbegründer und dann auch der erste Landesrechnungshofdirektor Österreichs.
1988 hat ihn wieder der Ruf in die Landesverwaltung ereilt: ORTNER wurde zum Leiter der Präsidialabteilung bestellt, sieben Jahre später zum Landesamtsdirektor.

Alle, die ihn gekannt haben, werden den Worten von Landeshauptmann Christopher DREXLER anlässlich des Requiems in der bis auf den letzten Platz besetzten Basilika Graz- Maria Trost zustimmen:           

„Gerold ORTNER war ein Vorzeige-Beamter im besten Sinn des Wortes. Er hat seinem Heimatland über Jahrzehnte mit größtem Engagement in Spitzenfunktionen in der Verwaltung gedient.

Als langjähriger Honorarkonsul Polens in der Steiermark hat er sich aber auch um die internationalen Verbindungen der grünen Mark verdient gemacht und enge Freundschaftsbande zwischen der Steiermark und Polen geknüpft, die weit über seinen Tod hinaus Bestand haben werden.

„Gerold ORTNER war ein begnadeter Verbinder über Generationen hinweg.“

Neben Landeshauptmann Christopher DREXLER haben ihm die ehemaligen Landeshauptleute Waltraud KLASNIC und Hermann SCHÜTZENHÖFER die letzte Ehre erwiesen, dazu unzählige Weggefährten aus vergangenen Tagen.

Gerold ORTNER war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark, des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und zahlreicher weiterer in- und ausländischer Auszeichnungen.

Für sein langjähriges unermüdliches Wirken als Kurator des Österreichischen Schwarzen Kreuzes wurde ihm die höchste Auszeichnung, das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern verliehen.

Nicht nur seine Familie, auch das Österreichische Schwarze Kreuz verliert mit Gerold ORTNER eine wesentliche Stütze.

Mehrmals durfte ich Gerold ORTNER auf Reisen nach Polen begleiten, seine Begeisterung für dieses Land hat mich stets aufs Neue fasziniert.
Besonders die persönlichen Kontakte zu Amtsträgern in Polen waren ihm besonders wichtig.

Seine Persönlichkeit und sein Wirken für die Belange der Kriegsgräberfürsorge in Polen wird unvergessen bleiben.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Gattin STEFFI, Sohn Harald und Tochter Sylvia mit Familien und seinen so geliebten, vier Enkelkindern.

Kurator Reg.-Rat Helfried GRANDL

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